Ganzheitliche Tierarztpraxis

Verhaltenstherapie

 

 

In den U.S.A. und anderen europäischen Ländern bereits etabliert, ist die Verhaltenstherapie immer noch Neuland für viele Tierhalter in Deutschland. Dieses Teilgebiet der Tiermedizin hat nichts mit Tieren auf der Couch zu tun, sondern ist eine fundierte Wissenschaft, die sich mit Verhaltensproblemen, insbesondere von Hunden, Katzen und Pferde beschäftigt. Sei es ein Hund mit gesteigerter Aggression, unkontrollierbarem Jagdtrieb, eine Katze mit Ausscheidungsstörungen oder ein Pferd, das nicht in den Hänger geht --- all das gehört ins Gebiet der Verhaltenstherapie.

 

 

 

Dabei versucht man unter Anwendung moderner Methoden und möglichst gewaltfrei für Tier und Besitzer einen Weg zu finden, mit dem sie beide glücklich und zufrieden leben können. Manchmal kann ein Problem schon in wenigen Treffen gelöst werden, manchmal kann es aber auch länger dauern. Lohnen tut es sich immer, denn Sie wollen als Besitzer die Freizeit mit ihrem Tier verbringen, gemeinsam Spaß haben, entspannen, und nicht auch noch Probleme wälzen.

 

Natürlich gibt es viele sogenannte Experten, die auf diesem Gebiet ihre Hilfe anbieten, einige davon auch sicher sehr erfolgreich. Dennoch gehört nach meiner Meinung die Behandlung von sog. „Verhaltensstörungen“ bei Tieren in die Hand von Tierärzten und nicht von Amateuren, die es meist gut meinen, aber oft an ihre Grenzen stoßen. In nicht wenigen Fällen stellt sich nämlich nach eingehender medizinischer Untersuchung heraus, dass die zunächst angenommene Verhaltensstörung handfest organische Ursachen hat und einer medizinischen Abklärung bedarf. Diese Fälle werden von nicht geschulten Personen oft übersehen und dann jahrelang erfolglos therapiert. So traf ich einen Hund, der wegen Angstproblematik bereits bei über 10 verschiedenen Trainern war – ohne Erfolg. Am Ende stellte sich dann eine Schilddrüsen-Unterfunktion als Ursache heraus und mit der richtigen medikamentösen Therapie war das Problem nach wenigen Wochen behoben. Dem ging aber eine jahrelange Leidenszeit von Tier und Besitzer bevor, die unnötig gewesen wäre, hätte man das Problem gleich richtig diagnostiziert.

Ich biete Verhaltenstherapie für Hunde, Katzen, Pferde und kleine Heimtiere an, wobei die Probleme bei kleinen Heimtieren meist mit einer Umstellung der Haltungsbedingungen gelöst werden können. Einer Behandlung geht ein etwa 2stündiges Eingangsgespräch voraus. Das mag lang erscheinen, doch hat sich über die Jahre herausgestellt, dass es eine besonders ausführliche und gewissenhafte Fallaufnahme einfacher macht einen Therapieplan zu erstellen, und damit die Behandlung oft beschleunigt.

 

Auch in der Verhaltenstherapie bediene ich mich der Möglichkeiten, die die Homöopathie bietet und habe damit schon erstaunliche Erfolge erzielt. Den Einsatz von Psychopharmaka sehe ich als letzte Möglichkeit an, wenn alles andere ausgeschöpft ist.

Meine Ausbildung in Verhaltenstherapie erfolgte über die GTVT (Gesellschaft für Tierverhaltenstherapie) in eigens dafür gestalteten Modulen. Zusätzlich schöpfe ich aus einem reichen Reservoir an Erfahrung mit Tieren. Seit dem 7. Lebensjahr reite ich, habe seit meinem 12. Lebensjahr eigene Ponies. Katzen und Hunde haben immer zu meinem Leben gehört. Das hilft mir, die wissenschaftlichen Grundlagen in die Praxis optimal umzusetzen.

Durch regelmäßige Fortbildungen halte ich mich auf dem Laufenden.

Anamnesetermine für die Verhaltenstherapie dauern mindestens eine Stunde und können in Einzelfällen auch in der freien Natur stattfinden.